Die richtige Pferdedecke finden: Typen, Größen und Wärmeklassen erklärt

Die richtige Pferdedecke finden: Typen, Größen und Wärmeklassen erklärt

Der Deckenschrank im Stall wird schnell unübersichtlich: Regendecke, Stalldecke, Abschwitzdecke, Nierendecke, Fliegendecke, Ausreitdecke – jede hat ihren eigenen Zweck. Dieser Ratgeber hilft dir, die richtige Wahl zu treffen.

1. Welcher Deckentyp für welchen Zweck?

Entscheidend ist vor allem, wo dein Pferd die meiste Zeit verbringt. Steht es viel auf der Weide oder im Paddock, brauchst du eine wasserdichte Regen- oder Turnoutdecke. Für den Stall reicht meist eine leichtere Stalldecke, die vor allem vor Zugluft schützt. Nach dem Reiten übernimmt die Abschwitzdecke: Sie nimmt Feuchtigkeit auf und verhindert, dass dein Pferd auskühlt, während es trocknet.

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2. Die richtige Wärmeklasse wählen

Decken werden meist nach ihrer Füllung in Gramm angegeben – grob gilt: leicht (0–100 g) für milde Übergangstage, mittel (100–200 g) für normale Wintertage und stark (ab 200 g) für sehr kalte Nächte oder geschorene Pferde. Zu warm eingepackt schwitzt dein Pferd unter der Decke, was ebenso ungesund ist wie zu kühl zu stehen – im Zweifel lieber eine Klasse leichter wählen und mit Heu statt Deckenschichten zusätzlich wärmen.

3. Größe richtig messen

Die passende Deckengröße ermittelst du, indem du vom Mittelpunkt der Brust in gerader Linie bis zum äußersten Punkt der Kruppe misst. Das Ergebnis in Zentimetern entspricht in der Regel direkt der Deckengröße. Miss lieber einmal zu viel als zu wenig – eine zu enge Decke scheuert an Schulter und Widerrist, eine zu große verrutscht und kann sich in den Beinen verfangen.

4. Passform und Sitz prüfen

Auch die richtige Größe garantiert noch keinen perfekten Sitz. Achte darauf, dass die Decke im Schulterbereich ausreichend Bewegungsfreiheit lässt, der Bauchgurt zwei Finger breit Spiel hat und die Beinschlaufen nicht scheuern. Nach dem Anziehen sollte dein Pferd frei traben können, ohne dass sich die Decke verschiebt.

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Unser Tipp zum Schluss

Hast du mehrere Decken für unterschiedliche Temperaturen im Schrank, sparst du dir häufiges Umdecken – und dein Pferd ist bei jedem Wetter optimal versorgt. Ein kurzer Griff unter die Decke am Widerrist verrät dir schnell, ob dein Pferd friert oder schwitzt.

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